Was kostet ein Imagefilm?

21. September 2026

Die meisten Imagefilme liegen zwischen 6.000 und 12.000 Euro. Der Einstieg beginnt bei 4.500 Euro, und das ist kein halber Drehtag, sondern ein komplettes Projekt. Nach oben ist die Spanne offen. Warum sie so weit auseinandergeht und woran das im Einzelnen hängt, steht hier.

Drei Stufen, die fast alles abdecken

ab 4.500 €Der Einstieg

Konzept, ein Drehtag bei euch, ein Drehort, kleine Crew. Ein Hauptfilm von 90 bis 120 Sekunden, dazu Kurzfassungen im Hochformat. Schnitt, Farbe, Ton und Untertitel sind drin.

6.000 bis 12.000 €Der Regelfall

Zwei Drehtage, auch an mehreren Standorten. Mehr Menschen vor der Kamera, aufwendigere Bildsprache, Drohne oder Gimbal. Mehrere Fassungen für Website, Messe und Social aus einem Dreh.

darüberDie Kampagne

Ein Dreh, aus dem eine ganze Kampagne fällt. Hauptfilm, Kurzporträts, Schnitte je Kanal, auf Wunsch die Fotostrecke am selben Tag. Unsere größten Produktionen liegen im mittleren fünfstelligen Bereich.

Was den Preis wirklich treibt

Nicht die Kamera. Die steht bei fast allen Anbietern in einer ähnlichen Preisklasse und macht am fertigen Film den kleinsten Unterschied. Es sind vier andere Dinge.

Die Zahl der Drehtage. Der größte Posten, und der, den ihr am stärksten beeinflusst. Ein Film, bei dem vorher feststeht, wer spricht, worüber und an welchem Ort, ist an einem Tag gedreht. Ein Film, der am Drehtag erst gefunden wird, braucht zwei. Dieser zweite Tag kostet nicht nur Crew und Technik, er zieht auch die Postproduktion in die Länge.

Die Zahl der Standorte. Jeder weitere Ort bedeutet Anfahrt, neuen Lichtaufbau und neue Absprachen mit Menschen, die dort arbeiten. Zwei Standorte an einem Tag gehen, drei selten, und wenn doch, dann auf Kosten der Bilder.

Wer vor der Kamera steht. Eure eigenen Leute kosten keine Gage und keine Nutzungsrechte, brauchen aber Zeit und Regie. Professionelle Darsteller kosten Gage plus Nutzungsrechte nach Laufzeit und Gebiet, sind dafür in zwei Takes fertig. Beides ist legitim, nur eben unterschiedlich teuer.

Der Aufwand in der Postproduktion. Schnitt, Farbe, Ton und Grafik entscheiden darüber, ob ein Film aussieht wie alle anderen oder ob man ihn bis zum Ende schaut. Hier zu sparen ist die teuerste Art zu sparen, weil das Material am Ende trotzdem nicht trägt.

Warum die Länge fast nichts kostet

Die häufigste Frage nach dem Preis ist die nach der Länge, und sie führt in die Irre. Drei Minuten aus einem Drehtag kosten ungefähr so viel wie neunzig Sekunden aus demselben Drehtag. Der Unterschied liegt bei wenigen Stunden Schnitt.

Teuer wird Länge erst indirekt: Wer drei Minuten füllen will, braucht meistens mehr Motive, mehr Gesprächspartner und damit mehr Drehzeit. Die Frage ist also nicht, wie lang der Film sein darf, sondern wie viel gezeigt werden muss. Auf einer Startseite trägt selten etwas über zwei Minuten.

Was bei uns im Preis steckt

Konzept und Drehplanung, der Drehtag mit Kamera, Licht und Ton, danach Schnitt, Farbkorrektur, Sounddesign, lizenzierte Musik, Grafik und Untertitel. Am Ende alle Formate: quer fürs Web, hoch für Reels und Stories, 4:5 für den Feed, mit und ohne eingebrannte Untertitel. Dazu bis zu drei Korrekturschleifen, gebraucht werden meistens zwei.

Nicht enthalten sind Reisekosten außerhalb Hamburgs und Gagen, falls Darsteller gebraucht werden. Beides steht offen im Angebot und nicht im Kleingedruckten.

Woran ihr ein zu billiges Angebot erkennt

Ein Angebot über 2.000 Euro ist nicht automatisch schlecht. Es ist nur meistens etwas anderes, als ihr denkt. Drei Fragen klären das in fünf Minuten:

Stehen Drehtage und Crew einzeln drin? Wenn da nur eine Pauschale steht, könnt ihr nichts vergleichen und nichts kürzen.

Wie viele Korrekturschleifen sind enthalten? Wenn die Antwort fehlt, wird die erste Änderung zum Nachtrag.

Wem gehören Musik und Film am Ende? Lizenzierte Musik, die mit dem Film an euch übergeht, ist Standard. Ein Film, für den ihr nach zwei Jahren nachzahlen müsst, ist keiner.

Und wenn das Budget kleiner ist?

Dann sagen wir das auch. Unter 4.500 Euro ist ein einzelner Imagefilm selten die beste Verwendung des Geldes. Zwei Alternativen funktionieren besser: ein Content Day, aus dem vier bis acht kurze Clips entstehen statt eines Films, oder ein Jahr warten und dann etwas machen, das wirklich trägt. Beides ist ehrlicher, als einen Film zu drehen, der seinen Zweck nicht erfüllt.

Häufige Fragen

Was kostet ein Imagefilm?

Die meisten Imagefilme liegen zwischen 6.000 und 12.000 Euro. Der Einstieg mit Konzept, einem Drehtag und kompletter Postproduktion beginnt bei 4.500 Euro. Nach oben ist die Spanne offen, aufwendige Kampagnenfilme liegen im mittleren fünfstelligen Bereich.

Was kostet ein Imagefilm von drei Minuten?

Die Länge treibt den Preis kaum. Entscheidend sind die Drehtage, nicht die Laufzeit des fertigen Films. Drei Minuten aus einem Drehtag kosten ungefähr so viel wie neunzig Sekunden aus demselben Drehtag. Teuer wird es, wenn für die Länge mehr Motive, mehr Menschen und mehr Drehtage nötig werden.

Warum bekomme ich Angebote von 2.000 bis 25.000 Euro?

Weil Imagefilm kein geschützter Begriff ist. Bei 2.000 Euro bekommt ihr in der Regel einen halben Drehtag ohne Konzept und mit knapper Postproduktion. Bei 25.000 Euro eine mehrtägige Produktion mit Darstellern, Szenenbild und Sprecher. Vergleichbar werden Angebote erst, wenn Drehtage, Crew und Postproduktion einzeln ausgewiesen sind.

Was ist im Preis enthalten?

Bei uns: Konzept, Drehplanung, der Drehtag mit Kamera, Licht und Ton, Schnitt, Farbkorrektur, Sounddesign, lizenzierte Musik, Untertitel und alle Formate. Dazu bis zu drei Korrekturschleifen. Nicht enthalten sind Reisekosten außerhalb Hamburgs und Darsteller, falls welche gebraucht werden.

Lohnt sich ein Imagefilm bei kleinem Budget?

Wenn das Budget unter 4.500 Euro liegt, ist ein einzelner Imagefilm selten die beste Wahl. Dann lohnt sich eher ein Content Day, aus dem mehrere kurze Clips entstehen, oder ihr wartet, bis das Budget für einen Film reicht, der wirklich trägt.

Mehr zum Format selbst steht auf unserer Seite zum Imagefilm und in Was einen guten Imagefilm ausmacht. Wie sich die Preise über alle Formate hinweg verhalten, steht in Was kostet eine Filmproduktion. Wenn ihr eine Zahl für euer konkretes Vorhaben wollt: Projekt anfragen, nach dem ersten Gespräch nennen wir eine Spanne.

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