
Ein Imagefilm ist kein Werbespot und keine Firmenpräsentation. Er beantwortet eine einzige Frage: warum jemand mit euch arbeiten sollte und nicht mit den anderen. Alles, was diese Frage nicht beantwortet, gehört nicht hinein.
Fast jedes erste Briefing enthält eine Liste. Die Geschichte des Unternehmens, alle Standorte, alle Produkte, die Auszeichnungen, der Nachhaltigkeitsbericht, das Team. Am Ende steht ein Film, der drei Minuten lang niemanden meint.
Ein Imagefilm hält genau eine Aussage. Der Rest steht auf eurer Website und ist dort auch besser aufgehoben. Diese eine Aussage zu finden, ist der schwierigste und wichtigste Teil der Arbeit, und er passiert vor dem Dreh.
Bevor wir über Bildsprache reden, wollen wir wissen, wem der Film begegnen soll. Einer Kundin kurz vor der Entscheidung. Einem Bewerber, der eure Stellenanzeige gelesen hat. Einem Investor. Einem Einkäufer, der drei Angebote vergleicht.
Aus dieser einen Antwort ergibt sich alles Weitere: die Länge, der Ton, wer spricht, ob überhaupt jemand spricht. Ein Film für Bewerber sieht anders aus als einer für Einkäufer, und ein Film, der beides gleichzeitig versucht, erreicht keinen von beiden.
Es gibt in einem Imagefilm kaum etwas Stärkeres als jemanden, der über seine eigene Arbeit spricht. Kein Schauspieler bringt diese Selbstverständlichkeit mit, weil sie aus Erfahrung kommt und nicht aus Text.
Der übliche Einwand lautet: unsere Leute können das nicht. Können sie doch. Sie brauchen nur eine Situation, in der sie nicht aufsagen, sondern erzählen. Das herzustellen ist unsere Aufgabe, nicht ihre. Wer noch nie gedreht hat, vergisst die Kamera nach etwa zehn Minuten.
Drei Dinge, die einen Film schneller altern lassen als alles andere.
Zahlen im Bild. Mitarbeiterzahlen, Umsätze und Standortzahlen ändern sich. Was heute beeindruckt, ist in zwei Jahren eine Korrektur, die niemand macht. Wenn eine Zahl unbedingt in den Film soll, dann eine, die stabil bleibt. Bei allem, was sich jährlich verschiebt, überlegt lieber zweimal, ob es nicht besser in die Beschreibung gehört.
Aktuelle Trends in Schnitt und Grafik. Was gerade überall zu sehen ist, wirkt in drei Jahren datiert. Ruhige Bildsprache hält länger.
Menschen, die nicht mehr da sind. Lässt sich nicht ganz vermeiden, aber wer den Film um eine einzelne Person baut, hat ein Problem, wenn sie geht.
Das entscheidet der Ort, an dem er läuft, nicht die Menge an Inhalt. Auf der Startseite trägt selten etwas über zwei Minuten. Im Messeloop darf es deutlich kürzer sein, dort schaut niemand von Anfang an. Für den internen Einsatz, etwa im Bewerbungsgespräch, kann er länger sein.
Wir legen die Länge im Konzept fest, nicht im Schnitt. Ein Film, der erst am Ende gekürzt wird, verliert dabei meistens genau die Stellen, für die er gedreht wurde.
Wenn ohnehin gedreht wird, kostet die zusätzliche Kurzfassung fürs Hochformat fast nichts. Plant sie von Anfang an mit ein: die lange Fassung für die Website, eine kurze fürs Vorstellungsgespräch, Hochformat für Social, und wenn es passt eine Fassung ohne Sprache für Messe und Empfang.
Wie so ein Projekt bei uns abläuft und was es kostet, steht auf der Seite zum Imagefilm und im Beitrag Was kostet eine Filmproduktion.
Auf der Startseite selten über zwei Minuten, im Messeloop kürzer, intern auch länger. Der Ort entscheidet, nicht die Menge an Inhalt.
Müssen nicht, lohnt sich aber fast immer. Wenn niemand möchte, arbeiten wir mit Sprecherstimme, Beobachtung und Bildern aus dem Betrieb. Das funktioniert, kostet aber ein Stück Nähe.
Wenn er ohne Jahreszahlen und ohne Trendoptik gebaut ist, hält er mehrere Jahre. Was schneller veraltet, sind die Kurzfassungen für Social Media.
Der Aufwand ist vergleichbar, die Erzählung nicht. Der Imagefilm richtet sich an Kunden und Partner, der Recruitingfilm an Menschen, die überlegen, bei euch zu arbeiten.