Wer im Dezember einen Weihnachtsfilm zeigen will, muss im September anfangen. Nicht weil wir früh drängen wollen, sondern weil zwischen erster Idee und fertigem Film sechs bis acht Wochen liegen und der halbe Dezember schon verplant ist, bevor er anfängt.

Der Unternehmens-Weihnachtsfilm ist eines der wenigen Formate, bei denen euch die Leute freiwillig zuschauen. Kein Produktversprechen, keine Verkaufsbotschaft, einfach ein Dankeschön. Genau deshalb wird er oft zu spät angefasst und dann zur Hektik.

Der Zeitplan, rückwärts gerechnet

September Idee und Konzept

Was wollt ihr sagen und wem? Zwei bis drei Wochen für Konzept, Abstimmung und Freigabe. Das ist der Teil, der am häufigsten unterschätzt wird, weil an Weihnachtsgrüssen gefühlt alle mitreden wollen.

Oktober Dreh

Ein Drehtag reicht für die meisten Formate. Wichtig: draussen sieht es im Oktober noch nach Herbst aus. Wer Schnee im Bild will, dreht im Studio oder arbeitet mit KI-Bildwelten.

November Schnitt und Freigabe

Zwei bis drei Wochen Postproduktion inklusive Korrekturschleifen, Musik und Untertiteln. Fertig zwei Wochen vor dem geplanten Start, damit Puffer bleibt.

Wenn ihr diesen Text im September lest, passt das. Im Oktober wird es sportlich, aber machbar. Ab Mitte November reden wir über etwas Kleineres.

Drei Formate, die funktionieren

Der ehrliche Rückblick

Ein Jahr in neunzig Sekunden. Bilder aus dem Betrieb, ein paar Sätze von Leuten aus dem Team, keine Bilanzzahlen. Braucht kaum Inszenierung, lebt von echtem Material und funktioniert intern wie extern.

Der kleine Sketch

Eine Szene mit Augenzwinkern, in der euer eigenes Team spielt. Der aufwendigste, aber auch der Film, der am meisten weitergeleitet wird. Braucht ein sauberes Drehbuch und Leute, die Lust darauf haben.

Das persönliche Wort

Geschäftsführung spricht direkt in die Kamera, ohne Teleprompter, ohne Krawattenzwang. Am schnellsten produziert, am schwersten gut zu machen, weil hier jede Unehrlichkeit sofort auffällt.

Was einen Weihnachtsfilm kaputt macht

Zu viel Firma. Sobald Umsatzzahlen, Standortkarten oder Produktbilder auftauchen, ist es kein Gruss mehr, sondern Werbung mit Lichterkette. Die Leute merken das sofort.

Zu spät angefangen. Ein Film, der am 22. Dezember fertig wird, erreicht niemanden mehr. Der beste Zeitpunkt liegt zwischen dem 1. und dem 15. Dezember, danach ist jeder im Kopf schon im Urlaub.

Musik aus dem Netz. Der Klassiker unter den teuren Fehlern. Bekannte Weihnachtslieder sind fast nie frei nutzbar, und der Rechteinhaber meldet sich zuverlässig. Wir lizenzieren über Artlist, damit gehen die Nutzungsrechte sauber mit dem Film an euch über.

Nur ein Format. Wenn der Film ohnehin entsteht, kostet die Hochkant-Fassung fürs Handy fast nichts. Ohne sie erreicht ihr auf Social Media niemanden.

Was so ein Film kostet

Ein Weihnachtsfilm liegt in derselben Grössenordnung wie ein kleiner Imagefilm, also meist zwischen 6.000 und 12.000 Euro, mit einem Einstieg bei 4.500 Euro für ein komplettes Projekt samt Social-Schnitten. Ein aufwendiger Sketch mit mehreren Motiven und Setbau landet darüber. Die Details stehen in Was kostet eine Filmproduktion?

Häufige Fragen

Wann muss man mit einem Weihnachtsfilm anfangen?

Spätestens Anfang Oktober, besser im September. Konzept zwei bis drei Wochen, Dreh ein Tag, Postproduktion zwei bis drei Wochen, plus Puffer für Freigaben.

Was kostet ein Weihnachtsfilm für ein Unternehmen?

In der Regel zwischen 6.000 und 12.000 Euro, Einstieg bei 4.500 Euro, inklusive fertigem Film und Kurzfassungen für Social Media. Aufwendige inszenierte Filme mit Darstellern liegen darüber.

Wie lang sollte ein Weihnachtsfilm sein?

60 bis 90 Sekunden. Dazu eine Fassung von 15 bis 30 Sekunden fürs Hochformat. Alles darüber schaut ausserhalb des eigenen Hauses kaum jemand zu Ende.

Dürfen wir bekannte Weihnachtslieder verwenden?

In aller Regel nicht. Melodie und Aufnahme sind getrennt geschützt, und selbst alte Lieder haben oft geschützte Einspielungen. Wir arbeiten mit lizenzierter Musik, deren Rechte mit dem Film an euch übergehen.

Können wir ohne Schnee drehen?

Ja, und das ist meistens der Fall. Im Oktober liegt in Hamburg kein Schnee. Wer trotzdem Winterbilder braucht, dreht im Studio oder wir setzen die Umgebung per KI, wie auf unserer Seite zu KI-Video gezeigt.

Wenn es dieses Jahr noch werden soll

Schreibt uns über das Anfrage-Formular, wir melden uns innerhalb von 24 Stunden mit zwei Terminvorschlägen. Wenn der Zeitplan nicht mehr aufgeht, sagen wir das auch.

Passend dazu: So läuft ein Drehtag ab und Häufige Fragen. Arbeiten von uns unter Werbefilm und im Portfolio.

Kurz gesagt: Eine Agentur denkt sich aus, was gesagt werden soll. Eine Filmproduktion sorgt dafür, dass es gut aussieht. Manche Häuser können beides, viele behaupten es nur. Woran ihr den Unterschied erkennt und wen ihr für welches Projekt braucht.

Die Frage taucht in fast jedem Erstgespräch auf, meistens verpackt als „wir haben schon eine Agentur, brauchen wir euch dann überhaupt?". Die ehrliche Antwort lautet: kommt darauf an, was die Agentur macht. Und das ist von aussen erstaunlich schwer zu erkennen, weil beide Seiten dieselben Wörter benutzen.

Was eine Agentur wirklich tut

Eine Werbeagentur oder Kreativagentur arbeitet an der Botschaft. Sie fragt, was ihr sagen wollt, an wen, über welche Kanäle und mit welchem Budget. Am Ende steht ein Konzept: eine Idee, ein Claim, ein Mediaplan, oft ein Storyboard.

Was in einer klassischen Agentur meistens nicht sitzt: Kamera, Licht, Ton, Regie am Set, Schnitt, Farbe. Diese Leute stehen nicht auf der Gehaltsliste, weil man sie nicht jeden Tag braucht. Die Agentur bucht sie zu, und genau an dieser Stelle kommt eine Produktion ins Spiel.

Was eine Filmproduktion wirklich tut

Eine Produktion setzt um. Sie plant den Dreh, stellt die Crew, bringt die Technik, dreht, schneidet, mischt und liefert die Formate aus. Bei uns kommt die Konzeption dazu, weil wir das ohnehin für die meisten Kunden machen, aber der Kern des Handwerks ist die Umsetzung.

Der praktische Unterschied zeigt sich am Drehtag. Wenn morgens um sieben das Licht nicht sitzt oder der Ton brummt, hilft kein Konzept. Da hilft jemand, der das schon zweihundert Mal gemacht hat.

Wen ihr wofür braucht

Nur Produktion Ihr wisst, was ihr wollt

Ihr habt eine klare Aufgabe: ein Imagefilm, ein Recruitingvideo, Clips für Social Media. Ihr braucht keine Kampagnenstrategie, sondern jemanden, der es gut macht. Der häufigste Fall, und der günstigste.

Agentur plus Produktion Grosse Kampagne

Mehrere Kanäle, Mediabudget, Media-Einkauf, Anzeigen, Print, Aussenwerbung. Wenn der Film nur ein Teil von etwas Grösserem ist, lohnt sich eine Agentur, die das Ganze zusammenhält. Wir arbeiten dann als Produktionspartner der Agentur.

Beides aus einer Hand Konzept und Umsetzung

Ihr habt eine Idee, aber kein Konzept, und wollt nicht zwei Häuser koordinieren. Dann übernehmen wir beides. Kürzere Wege, ein Ansprechpartner, keine Reibungsverluste zwischen Konzept und Umsetzung.

Woran ihr erkennt, was ihr vor euch habt

Drei Fragen, die im ersten Gespräch Klarheit schaffen. Sie funktionieren bei uns genauso wie bei allen anderen.

Wer steht am Drehtag am Set? Wenn die Antwort „das machen unsere Partner" lautet, ist es eine Agentur, die weitervermittelt. Das ist völlig in Ordnung, kostet aber eine Marge und eine Kommunikationsebene.

Wer schneidet? Postproduktion im Haus heisst kurze Wege bei Korrekturen. Ausgelagerte Postproduktion heisst, dass jede Änderungsrunde durch zwei Kalender muss.

Gehört die Technik dem Haus? Eigene Kameras, eigenes Licht, eigene Drohnen bedeuten weniger Mietkosten im Angebot und mehr Flexibilität, wenn am Set etwas anders kommt als geplant.

Was der Unterschied kostet

Über eine Agentur läuft die Produktion in der Regel mit einem Aufschlag von 15 bis 25 Prozent, weil die Agentur die Koordination übernimmt und dafür berechtigt Geld verlangt. Das ist kein Betrug, das ist Arbeit. Die Frage ist nur, ob ihr diese Koordination braucht.

Bei einem einzelnen Film mit klarer Aufgabe: eher nicht. Bei einer Kampagne über sechs Kanäle mit drei Dienstleistern: unbedingt.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Filmagentur und Filmproduktion?

Eine Filmagentur vermittelt und koordiniert, eine Filmproduktion dreht selbst. In der Praxis verwenden viele Häuser beide Begriffe für sich. Entscheidend ist nicht das Wort, sondern ob Kamera, Licht, Ton und Schnitt im Haus sitzen.

Können wir mit unserer bestehenden Agentur zusammenarbeiten?

Ja, das machen wir regelmässig. Die Agentur liefert Konzept und Botschaft, wir übernehmen Dreh und Postproduktion. Für euch ändert sich am Ablauf nichts, ausser dass eine Ebene weniger im Weg steht.

Braucht man für einen Imagefilm überhaupt eine Agentur?

In den meisten Fällen nicht. Ein Imagefilm beantwortet eine Frage, und diese Frage erarbeiten wir mit euch im Konzeptgespräch. Eine Agentur lohnt sich, sobald der Film Teil einer grösseren Kampagne ist.

Was kostet es mehr, über eine Agentur zu gehen?

Üblich sind 15 bis 25 Prozent Aufschlag für Koordination und Steuerung. Ob sich das rechnet, hängt daran, wie viele Gewerke koordiniert werden müssen.

Macht ihr auch Konzept?

Ja. Bei den meisten Projekten entwickeln wir das Konzept mit, weil sich Idee und Machbarkeit ohnehin gegenseitig bedingen. Wer eine Idee hat, die am Drehtag nicht funktioniert, hat keine Idee.

Der einfachste Weg herauszufinden, was ihr braucht

Erzählt uns von eurem Projekt, dann sagen wir euch ehrlich, ob ihr eine Agentur dazu braucht oder nicht. Am schnellsten über unser Anfrage-Formular, wir melden uns innerhalb von 24 Stunden.

Weiterlesen: Was kostet eine Filmproduktion? und Häufige Fragen. Arbeiten von uns unter Imagefilm, Werbefilm und Portfolio.

Ein Drehtag dauert bei uns in der Regel zehn Stunden, davon sind vier bis fünf echte Drehzeit. Der Rest ist Aufbau, Umbau und Abbau. Wer das vorher weiss, plant besser und wundert sich am Set über nichts.

Die meisten unserer Kundinnen und Kunden stehen zum ersten Mal an einem Set. Sie wissen nicht, wann sie gebraucht werden, ob sie den ganzen Tag dabeibleiben müssen und warum acht Leute nötig sind, um einen Menschen auf einem Stuhl zu filmen. Deshalb hier ein ganz normaler Drehtag, von der Anfahrt bis zum letzten Koffer.

7:30 Uhr, Anfahrt und Aufbau

Wir sind vor euch da. Zwei Stunden vor der ersten Klappe steht der Transporter vor der Tür, und die Crew trägt Technik. Licht ist der Posten, der am längsten braucht, nicht die Kamera. Ein Interviewaufbau mit Hauptlicht, Aufheller und Trennlicht kostet gut eine Stunde, wenn er gut sein soll.

Was uns dabei hilft: ein Raum, der frei ist. Kein laufendes Meeting nebenan, keine Möbel, die erst noch weggetragen werden müssen, und eine Steckdose, die nicht mit dem halben Büro auf derselben Sicherung hängt.

9:30 Uhr, erste Klappe

Bevor jemand spricht, machen wir einen Testlauf. Bild sitzt, Ton sitzt, die Person sitzt bequem. Die ersten zwei Minuten sind meistens unbrauchbar, und das ist eingeplant. Niemand ist beim ersten Satz vor einer Kamera entspannt.

Wir arbeiten selten mit Teleprompter. Ein auswendig gelernter Satz klingt wie ein auswendig gelernter Satz. Stattdessen stellen wir Fragen und schneiden die Antworten später so, dass die Frage nicht mehr zu hören ist. Das dauert im Dreh länger und im Schnitt kürzer, und es klingt nach einem Menschen.

12:00 Uhr, Umbau

Jeder Ortswechsel kostet Zeit. Licht wieder abbauen, tragen, neu setzen, neu messen. Ein Wechsel innerhalb eines Gebäudes: 45 Minuten. Ein Wechsel zu einem anderen Standort: mindestens zwei Stunden inklusive Fahrt. Deshalb sortieren wir den Drehplan nach Orten, nicht nach Wichtigkeit.

13:00 Uhr, Pause

Eine halbe Stunde, und die ist nicht verhandelbar. Eine Crew, die durcharbeitet, macht in Stunde acht Fehler, die in der Postproduktion drei Tage kosten. Wenn ihr uns verpflegt, freuen wir uns. Wenn nicht, organisieren wir das selbst und stellen es in Rechnung.

13:30 Uhr, B-Roll

Der Teil, der im Film am meisten hermacht und im Zeitplan am häufigsten hinten runterfällt. B-Roll sind die Bilder, die über den Ton gelegt werden: Hände an der Maschine, ein Blick über die Schulter auf den Bildschirm, jemand geht durch den Flur. Ohne diese Bilder besteht der Film aus sprechenden Köpfen.

Für B-Roll brauchen wir keine grosse Vorbereitung, aber Zugang. Sagt uns vorher, welche Bereiche wir betreten dürfen und wo aus Sicherheits- oder Geheimhaltungsgründen die Kamera aus bleibt.

16:00 Uhr, Sicherheitsaufnahmen

Bevor abgebaut wird, gehen wir die Liste durch. Fehlt eine Einstellung, ist jetzt der Moment. Am nächsten Tag zurückzukommen kostet einen halben Drehtag, in den letzten dreissig Minuten nachzudrehen kostet dreissig Minuten.

17:30 Uhr, Abbau

Eine Stunde. Kabel, Stative, Akkus, und der Raum sieht wieder so aus wie morgens. Die Daten werden noch am Set doppelt gesichert, auf zwei getrennte Festplatten. Erst danach wird eine Karte formatiert.

Was ihr vorher tun könnt

Eine Ansprechperson benennen. Jemanden, der Türen öffnet, weiss wo der Sicherungskasten ist und Entscheidungen treffen darf. Ohne diese Person verliert ein Drehtag schnell eine Stunde.

Die Beteiligten informieren. Nicht am Morgen des Drehs. Wer eine Woche vorher weiss, dass er gefilmt wird, ist vor der Kamera deutlich lockerer.

Kleidung abstimmen. Keine engen Streifen, keine grossen Logos anderer Marken, keine Farben, die mit dem Hintergrund verschwimmen. Ein Ersatzoberteil dabeizuhaben, schadet nie.

Laute Nachbarn klären. Baustelle, Rasenmäher, Lüftung, Kaffeevollautomat. Ton lässt sich später nicht reparieren, Bild schon.

Häufige Fragen

Wie lange dauert ein Drehtag?

Etwa zehn Stunden inklusive Auf- und Abbau, davon vier bis fünf Stunden reine Drehzeit. Kürzere Tage sind möglich, sparen aber weniger Geld, als man denkt, weil Aufbau und Abbau gleich bleiben.

Wie viele Leute stehen bei uns im Haus?

Bei einem Interviewdreh drei bis vier: Kamera, Licht, Ton und Regie. Bei einer inszenierten Szene mit Darstellern kommen Aufnahmeleitung, Maske und Setdesign dazu, dann werden es sechs bis acht.

Müssen wir den ganzen Tag dabei sein?

Nein. Wir brauchen eine erreichbare Ansprechperson und die Beteiligten zu ihren Zeitfenstern. Den Rest machen wir allein.

Was passiert, wenn wir zeitlich nicht durchkommen?

Wir priorisieren vorher. Im Drehplan steht, welche Aufnahmen den Film tragen und welche schön wären. Wenn es eng wird, fällt zuerst das Schöne weg, nie das Tragende.

Wann sehen wir das Ergebnis?

Nicht am Drehtag. Rohmaterial sieht immer enttäuschend aus, weil Farbe, Ton und Schnitt fehlen. Die erste Schnittfassung kommt nach der Postproduktion, und dann sind bis zu drei Korrekturschleifen drin.

Und dann?

Nach dem Dreh beginnt der Teil, den man am wenigsten sieht und am meisten unterschätzt. Was Schnitt, Farbe und Ton kosten, steht in Was kostet eine Filmproduktion?. Wenn ihr aus einem Drehtag gleich mehrere Videos herausholen wollt, lest Content Day.

Beispiele findet ihr unter Imagefilm, Werbefilm und Portfolio. Oder ihr schreibt uns direkt über das Anfrage-Formular.

Ein Imagefilm liegt bei uns typischerweise zwischen 6.000 und 12.000 Euro, der Einstieg bei 4.500 Euro, ein größerer Kampagnenfilm darüber. Was ein Projekt am Ende kostet, hängt an drei Dingen: wie viele Drehtage nötig sind, wie groß die Crew sein muss und wie aufwendig die Postproduktion wird. Alles andere ist Beiwerk.

Wir schreiben das hin, weil kaum jemand in unserer Branche es tut. Die meisten Produktionen antworten auf die Preisfrage mit „das kommt darauf an" und laden zum Gespräch. Das stimmt sogar, hilft aber niemandem, der gerade ein Budget planen muss. Also hier die Spannen, mit denen wir tatsächlich arbeiten.

Die drei Stufen, in denen wir denken

ab 4.500 €Ein Drehtag

Kleine Crew, ein Drehort, ein fertiger Film plus Schnitte fürs Hochformat. Das ist der Bereich, in dem die meisten Imagefilme und Recruitingfilme liegen, und für viele Unternehmen der richtige Einstieg.

6.000 bis 15.000 €Mehrere Drehtage oder Motive

Zwei bis drei Drehtage, mehrere Orte, Casting, aufwendigere Postproduktion mit Sounddesign und Grafik. Hier landen Werbefilme, größere Imagefilme und Projekte, die an mehreren Standorten spielen.

ab 15.000 €Kampagne

Mehrere Filme aus einem Dreh, Schauspieler, Setbau, KI-generierte Bildwelten, auf Wunsch die Ausspielung mit Media-Budget. Alles, was nicht ein Film ist, sondern eine Kampagne.

Die Grenzen sind fließend, und wir schieben niemanden in die nächste Stufe, weil sich das besser anfühlt. Wenn dein Projekt in der ersten Stufe gut aufgehoben ist, sagen wir das.

Was den Preis wirklich treibt

Drehtage

Der mit Abstand größte Posten. Ein Drehtag bindet die komplette Crew, die Technik und den Transport. Zwei Drehtage kosten nicht doppelt so viel wie einer, aber deutlich mehr als anderthalb. Deshalb lohnt es sich fast immer, vorher genau zu planen, was an einem Tag machbar ist. Bei einem klassischen Imagefilm ist der Dreh in der Regel nach ein bis zwei Tagen erledigt.

Crewgröße

Ein Interview mit zwei Personen braucht Kamera, Licht und Ton, also drei bis vier Leute. Eine inszenierte Szene mit Schauspielern braucht zusätzlich Regie, Aufnahmeleitung, Maske, Setdesign und je nach Aufbau einen Gaffer. Jede Rolle hat einen Grund, und jede kostet einen Tagessatz.

Postproduktion

Der Teil, den man am wenigsten sieht und am meisten unterschätzt. Schnitt, Farbkorrektur, Sounddesign, Musik, Grafik, Untertitel, Formate für jeden Kanal. Bei einem einfachen Film sind das wenige Tage, bei einem Film mit Animation und Effekten schnell mehrere Wochen. Wie lange die Postproduktion dauert, hängt am Projekt und lässt sich pauschal nicht sagen.

Musik: Score oder Lizenz

Hier gibt es zwei Wege, und sie liegen preislich weit auseinander. Eigens komponierte Musik, ein Score, wird auf den fertigen Schnitt geschrieben und sitzt auf jedem Bild. Das ist der Unterschied zwischen einem Film, der Musik hat, und einem Film, der klingt. Es kostet auch entsprechend.

Die Alternative ist lizenzierte Musik aus einer Bibliothek. Wir arbeiten dafür mit Artlist. Die Nutzungsrechte liegen damit bei uns und gehen mit dem fertigen Film an dich über, du musst nichts nachlizenzieren. Für die allermeisten Projekte ist das der richtige Weg.

Entscheiden muss man sich früh. Ein Score braucht Zeit und will schon im Konzept mitgedacht sein, nicht erst im Schnitt.

Buyouts für Sprecher und Schauspieler

Der Posten, der am häufigsten übersehen wird. Ein Schauspieler oder Sprecher wird nicht nur für den Drehtag bezahlt, sondern zusätzlich für die Nutzung: wo der Film läuft, wie lange und in welchen Ländern.

Ein Buyout für Social Media in Deutschland über ein Jahr ist etwas völlig anderes als eine europaweite Ausstrahlung im Fernsehen über drei Jahre, und der Unterschied kann größer ausfallen als das Tageshonorar selbst. Deshalb muss vor dem Dreh feststehen, wo der Film überall laufen soll. Wer die Nutzung nachträglich erweitert, zahlt nach.

Und was noch dazukommt

Drehgenehmigungen, Reisekosten, Studiomiete, Catering bei größeren Crews. Das sind selten die großen Posten, aber sie summieren sich, und sie gehören in ein ehrliches Angebot, statt später als Nachtrag aufzutauchen.

Was den Preis nicht treibt

Es hilft, auch die andere Richtung zu kennen. Diese Dinge werden oft für Preistreiber gehalten und sind keine.

Das Kameramodell. Der sichtbare Unterschied zwischen einer guten und einer sehr guten Kamera ist für den Zuschauer praktisch null. Der Unterschied zwischen gutem und schlechtem Licht ist riesig. Wer über Kameramodelle diskutiert, redet über den falschen Posten.

Die Filmlänge. Ein Zweiminüter kostet nicht doppelt so viel wie ein Einminüter. Der Aufwand steckt im Dreh, nicht in der Laufzeit. Umgekehrt heißt das: Wenn du ohnehin drehst, kostet die zusätzliche Kurzfassung fürs Hochformat fast nichts. Nutz das.

Der Drehort an sich. Ob wir bei euch im Büro, in der Werkstatt oder in einer Halle drehen, macht selten einen Unterschied im Preis. Teuer wird ein Ort erst, wenn er gemietet, abgesperrt oder genehmigt werden muss.

Woran du ein unseriöses Angebot erkennst

Drei Warnzeichen, unabhängig davon, ob wir das Angebot geschrieben haben oder jemand anderes.

Es steht kein Drehtag drin. Wenn ein Angebot nur eine Pauschale nennt und nicht sagt, wie viele Drehtage und wie viele Leute darin enthalten sind, kannst du es mit nichts vergleichen.

Die Nutzungsrechte fehlen. Wo darf der Film laufen, wie lange, in welchen Ländern? Bei Schauspielern und Musik ist das der Punkt, an dem später Kosten auftauchen, mit denen niemand gerechnet hat.

Die Korrekturschleifen sind nicht beziffert. Bei uns sind bis zu drei enthalten, gebraucht werden meistens zwei. Wenn im Angebot nichts dazu steht, ist offen, ab wann Änderungen extra kosten.

Wie du zu einer Zahl für dein Projekt kommst

Am schnellsten über unser Anfrage-Formular. Du beantwortest ein paar kurze Fragen zu Format, Umfang und Zeitrahmen, wir melden uns innerhalb von 24 Stunden mit zwei Terminvorschlägen. Nach dem ersten Gespräch nennen wir dir in der Regel eine Spanne, an der du dich orientieren kannst, lange bevor ein Angebot geschrieben ist.

Und wenn du erst schauen willst, wie so etwas aussieht: unsere Imagefilme, Werbefilme und Social-Media-Produktionen liegen offen da, mit Kunden, Aufgabe und Ergebnis.

Häufige Fragen

Was kostet ein Imagefilm für ein kleines Unternehmen?

Ab 4.500 Euro, die meisten Projekte liegen zwischen 6.000 und 12.000 Euro. Dafür bekommst du einen Drehtag bei dir vor Ort, den fertigen Film und die Schnitte für Social Media. Das reicht für die meisten Websites und Bewerbungsgespräche völlig aus.

Was kostet ein Recruitingvideo?

Dieselbe Spanne wie ein Imagefilm, weil der Aufwand vergleichbar ist. Der Unterschied liegt in der Erzählung, nicht in der Produktion. Meist drehen wir mit euren eigenen Leuten, das ist überzeugender als jeder Schauspieler und kostet nichts extra.

Wie lange dauert es von der Anfrage bis zum fertigen Film?

Der Dreh selbst ist meist nach ein bis zwei Tagen erledigt. Wie lange Konzept und Postproduktion brauchen, hängt am Umfang. Wenn du einen festen Termin hast, nenne ihn früh, dann planen wir rückwärts.

Bekomme ich vorher eine verbindliche Zahl?

Eine Spanne nach dem ersten Gespräch, ein festes Angebot nach dem Konzept. Vorher wäre es geraten, und geraten hilft dir nicht.

Eine FPV-Drohne fliegt Wege, die keine andere Kamera fliegen kann: in einem Zug durch eine Halle, dicht an einer Maschine vorbei, durch ein Fenster hinaus und wieder hinein. Sie ersetzt keine klassische Drohne, sie macht etwas anderes. Und sie lohnt sich nur, wenn dieser eine Weg auch etwas erzählt.

Der Unterschied zur normalen Drohne

Eine klassische Kameradrohne ist auf Ruhe gebaut. Sie hält per GPS die Position, gleicht Wind aus und liefert weiche, stabile Bilder aus der Höhe. Das ist die Totale über dem Firmengelände, der langsame Schwenk über die Küste.

Eine FPV-Drohne ist auf Bewegung gebaut. Sie ist klein, leicht und wird von Hand geflogen, der Pilot sieht dabei durch eine Videobrille genau das, was die Kamera sieht. Es gibt keine Automatik, die Fehler auffängt. Dafür kann sie beschleunigen, kippen, sich drehen und durch Lücken fliegen, in die kein anderes Gerät passt.

Der praktische Unterschied im Film ist der Schnitt. Mit der klassischen Drohne bekommst du schöne Einzelbilder, die du zusammensetzt. Mit FPV bekommst du eine durchgehende Bewegung, die mehrere Räume, Menschen und Arbeitsschritte in einer einzigen Einstellung verbindet. Das ist der Grund, warum die Aufnahme wirkt: Der Zuschauer merkt, dass hier nicht geschnitten wurde.

Wofür sich das wirklich lohnt

Am stärksten ist FPV überall dort, wo ein Ort groß und zusammenhängend ist und man ihn schlecht in Worten erklären kann. Eine Produktionshalle vom Rohmaterial bis zum fertigen Teil. Ein Hotel vom Eingang bis auf die Dachterrasse. Eine Baustelle, ein Schiff, ein Lager.

Der zweite gute Grund ist Tempo. Ein Recruitingfilm, der in fünf Sekunden durch den halben Betrieb fliegt, erzählt mehr Energie als jede Schnittfolge. Für Social Media ist das oft der Aufhänger, der überhaupt dafür sorgt, dass jemand weiterschaut.

Was so ein Flug tatsächlich braucht

Erstens einen Piloten, der das kann. FPV wird manuell geflogen, ohne Positionshaltung. Wer das unterschätzt, hat am Ende des Drehtags eine kaputte Drohne und keine Aufnahme.

Zweitens eine geplante Route. Der Weg wird vorher abgegangen, Hindernisse werden markiert, Menschen wissen, wo sie stehen. Eine gute FPV-Einstellung ist choreografiert wie eine Kamerafahrt, nur schneller.

Drittens Wiederholungen. Der erste Flug sitzt selten. Zehn bis fünfzehn Anläufe für eine Einstellung sind normal, und genau deshalb gehört FPV in die Drehplanung und nicht ans Ende des Tages, wenn noch Zeit ist.

Viertens die rechtliche Seite. Der Betrieb von Drohnen ist in der EU einheitlich geregelt und setzt einen Kompetenznachweis voraus. Für Flüge in der Videobrille ist zusätzlich ein Spotter vorgeschrieben, also eine zweite Person, die die Drohne durchgehend im Blick behält. Über Betriebsgeländen, in Innenräumen mit Publikum oder in der Nähe von Menschen kommen Genehmigungen und Absprachen dazu. Das klingt nach Aufwand und ist auch welcher, gehört aber vor den Dreh und nicht danach.

Wann wir davon abraten

FPV ist kein Effekt, den man drüberstreut. Bei Interviews, Produktaufnahmen und allem, was Ruhe braucht, hat sie nichts zu suchen. Und wenn der Ort nichts hergibt, macht auch die schnellste Kamerafahrt daraus keine Geschichte. Ein Flug durch einen leeren Flur bleibt ein leerer Flur.

Wir sagen das offen, weil FPV gerade in Mode ist und oft bestellt wird, ohne dass jemand fragt, was der Flug eigentlich erzählen soll. Genau das ist aber die Frage, die über das Ergebnis entscheidet.

Was es kostet

Weniger, als die meisten annehmen. Der Posten sind nicht die Geräte, sondern die Zeit: der zusätzliche Pilot, der Spotter und die Wiederholungen im Drehplan. In einem ohnehin geplanten Drehtag fällt das deutlich weniger ins Gewicht als ein eigener Termin dafür. Wie sich das im Gesamtbudget einordnet, steht in unserem Beitrag Was kostet eine Filmproduktion.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen FPV und einer normalen Drohne?

Die klassische Drohne hält per GPS die Position und liefert ruhige Bilder aus der Höhe. Die FPV-Drohne wird manuell geflogen, ist deutlich wendiger und liefert durchgehende Bewegungen durch enge Räume. Ruhe gegen Tempo.

Kann man mit FPV auch in Innenräumen fliegen?

Ja, das ist sogar ihre größte Stärke. Innen gelten allerdings eigene Absprachen mit dem Betreiber, und der Raum muss während des Flugs frei von unbeteiligten Personen sein.

Wie lange dauert eine FPV-Einstellung am Drehtag?

Rechne mit ein bis zwei Stunden je Flugweg, inklusive Abgehen der Route, Sicherheitsabsprachen und Wiederholungen. Mehrere Wege an einem Tag sind machbar, wenn sie nah beieinanderliegen.

Braucht man dafür eine Genehmigung?

Ein Kompetenznachweis ist Pflicht, ein Spotter beim Flug mit Videobrille ebenfalls. Ob darüber hinaus eine Genehmigung nötig ist, hängt vom Ort ab. Das klären wir vor dem Dreh, nicht am Drehtag.

Für vieles reicht das Handy, und wir sagen das auch. Der Unterschied zwischen einem Clip vom Handy und einer Produktion liegt selten im Bild. Er liegt am Ton, am Licht und daran, ob vorher jemand nachgedacht hat.

Was ein Handy heute wirklich gut kann

Mehr, als viele Produktionen zugeben. Ein aktuelles Telefon liefert bei gutem Tageslicht ein Bild, das auf einem Handydisplay kaum von einer Kamera zu unterscheiden ist. Für spontane Einblicke, kurze Ankündigungen, Momente vom Messestand ist es das richtige Werkzeug, weil es da ist, wenn etwas passiert.

Wer für so etwas ein Team bestellt, verbrennt Geld und verliert die Unmittelbarkeit gleich mit. Ein Teil eures Contents sollte selbst gedreht sein.

Wo es aufhört: der Ton

Sobald jemand spricht, kippt es. Das eingebaute Mikrofon nimmt den ganzen Raum auf, den Hall, die Lüftung, die Straße. Zuschauer verzeihen ein mittelmäßiges Bild, aber sie steigen bei schlechtem Ton innerhalb von Sekunden aus.

Das ist der am meisten unterschätzte Unterschied. Ein angestecktes Mikrofon und ein Raum, der vorher auf Geräusche abgehört wurde, verändern die Wirkung eines Clips stärker als jede Kamera.

Und das Licht

Der zweite Punkt, an dem man Selbstgedrehtes sofort erkennt. Menschen unter Bürobeleuchtung sehen müde aus, Gesichter vor dem Fenster werden zu Silhouetten. Das lässt sich nicht im Schnitt reparieren. Zwei Leuchten und die richtige Blickrichtung machen aus derselben Person in derselben Ecke einen anderen Auftritt.

Der eigentliche Unterschied ist der Plan

Die meisten Unternehmen scheitern auf Social Media nicht an der Technik, sondern an der Regelmäßigkeit. Ein guter Clip alle drei Monate bringt nichts. Wer erst dreht, wenn etwas ansteht, kommt nie in einen Rhythmus.

Deshalb planen wir nicht in Posts, sondern in Drehtagen. An einem Tag entsteht Material für Wochen: mehrere Themen, mehrere Formate, mehrere Längen. Das ist günstiger als fünf einzelne Termine und sieht zusammengehörig aus, weil Licht, Ton und Look dieselben sind.

Dazu kommt die Erzählung. Ein Clip braucht einen Anfang, der in den ersten drei Sekunden trägt, und einen Grund, warum jemand bis zum Ende schaut. Das ist Handwerk, kein Zufall, und es ist der Teil, den man nicht kaufen kann, indem man eine bessere Kamera hinstellt.

Hochformat von Anfang an

Ein häufiger und teurer Fehler: quer drehen und später beschneiden. Dabei geht genau die Hälfte des Bildes verloren, in der die Bewegung stattfindet, und Köpfe stehen plötzlich am Rand. Wer für Instagram, TikTok und LinkedIn produziert, drehe von Anfang an fürs Hochformat und leite die Querfassung daraus ab, nicht umgekehrt.

Untertitel gehören dazu, wortgenau gesetzt. Der größte Teil eurer Zuschauer schaut ohne Ton.

Wann ihr uns nicht braucht

Wenn es schnell gehen muss und echt wirken soll, dreht selbst. Wenn ihr regelmäßig liefern wollt, ohne dass es jedes Mal jemanden aus dem Tagesgeschäft reißt, lohnt sich ein Drehtag. Beides zusammen funktioniert am besten: wir liefern die Grundlage, ihr ergänzt das Spontane.

Wie so ein Drehtag abläuft und was dabei herauskommt, steht auf unserer Seite zu Social-Media-Videoproduktion.

Häufige Fragen

Reicht für Social Media nicht ein Handy?

Für spontane Inhalte ja. Sobald Menschen sprechen, entscheidet der Ton, und da hört der Handydreh zuerst auf. Der sichtbare Unterschied liegt seltener im Bild als im Klang.

Wie viele Clips entstehen an einem Drehtag?

Vier bis acht sind der Normalfall, oft werden es mehr. Die genaue Zahl legen wir vorher fest, damit du weißt, woran du bist.

Müssen wir selbst vor die Kamera?

Auf Social schlägt das Gesicht fast immer die Marke. Wenn niemand aus dem Team möchte, arbeiten wir mit Produkt, Prozess und Sprecherstimme, verlieren dabei aber Reichweite.

Übernehmt ihr auch das Posten?

Auf Wunsch ja, inklusive Redaktionsplanung, Community-Management und Reporting. Du kannst aber auch nur das Material bekommen.

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