Ein Recruitingvideo beginnt bei uns bei 4.500 Euro, die meisten Projekte liegen zwischen 6.000 und 12.000 Euro. Das ist dieselbe Spanne wie beim Imagefilm, weil der Aufwand vergleichbar ist. Der Unterschied liegt nicht in der Produktion, sondern darin, wem der Film etwas verspricht.
Die Frage kommt fast immer aus der Personalabteilung, und fast immer mit dem gleichen Zusatz: es soll authentisch sein, aber nicht billig aussehen. Das ist ein fairer Anspruch, und er ist mit einem Drehtag zu erfüllen. Hier steht, was in dieser Spanne drin ist, was den Preis nach oben treibt und woran man merkt, dass ein Angebot zu dünn kalkuliert ist.
Kleine Crew, euer Standort, drei bis fünf Mitarbeitende vor der Kamera. Heraus kommen ein Hauptfilm von 90 bis 120 Sekunden und mehrere kurze Fassungen fürs Hochformat, die ihr in Stellenanzeigen und auf Social Media ausspielen könnt.
Zwei Drehtage, mehrere Orte, eigene Filme pro Abteilung oder Berufsgruppe. Sinnvoll, wenn ihr Pflegekräfte und Verwaltung ansprecht und beide etwas völlig anderes hören müssen.
Ein Dreh, aus dem eine ganze Kampagne fällt: Hauptfilm, Kurzporträts einzelner Kolleginnen und Kollegen, Fotostrecke für die Karriereseite, Schnitte für Ads. Rechnet sich, sobald ihr über Monate hinweg Material braucht.
Das ist der Punkt, an dem wir am häufigsten diskutieren, und der, bei dem wir am hartnäckigsten bleiben. Ein Recruitingvideo mit gebuchten Darstellern sieht sauberer aus. Es überzeugt nur niemanden.
Bewerberinnen und Bewerber schauen sich diese Filme an, weil sie wissen wollen, mit wem sie acht Stunden am Tag verbringen. Sie erkennen innerhalb weniger Sekunden, ob da jemand über seinen Job spricht oder einen Text aufsagt. Ein leicht holpriger Satz von jemandem, der die Arbeit wirklich macht, schlägt jeden perfekt gesprochenen Satz von jemandem, der sie nicht macht.
Der praktische Nebeneffekt: eigene Leute kosten keine Gage und keine Nutzungsrechte. Was ihr stattdessen einplanen müsst, ist Zeit. Rechnet mit ein bis zwei Stunden pro Person, inklusive Ankommen und Nervositätsabbau.
Jede zusätzliche Person bedeutet Umbau, neues Licht, neues Einsprechen. Vier Personen an einem Tag sind entspannt, acht sind Stress und gehen auf die Qualität. Wenn ihr mehr wollt, ist ein zweiter Drehtag ehrlicher als ein überfrachteter erster.
Ein Standortwechsel kostet je nach Entfernung ein bis zwei Stunden Drehzeit. Bei drei Standorten an einem Tag bleibt von acht Stunden wenig übrig. Auch hier gilt: lieber weniger Orte, dafür richtig ausgeleuchtet.
Der Hauptfilm ist der Anfang. Die Kurzfassungen für Instagram, LinkedIn und TikTok entstehen im Schnitt und kosten einen Bruchteil, weil das Material ja schon da ist. Sagt uns vorher, welche Kanäle ihr bespielt, dann drehen wir gleich passend und ihr müsst nicht später aus einem 16:9-Bild ein Hochformat quälen.
Kein optionaler Posten mehr. Der grösste Teil eurer Zielgruppe sieht den Film ohne Ton, in der Bahn oder in der Mittagspause. Untertitel gehören in jede Fassung, und sie gehören zum Angebot.
Der Film erzählt vom Unternehmen statt vom Job. Gründungsjahr, Umsatz, Standorte, Zertifikate. Das interessiert Kundinnen und Kunden, nicht Bewerber. Bewerber wollen wissen, wie ein Dienstag aussieht.
Nur die Geschäftsführung spricht. Verständlich, aber wirkungslos. Wer sich bewirbt, sucht Menschen auf der eigenen Ebene. Die Chefin darf einen Satz sagen, nicht drei Minuten.
Zahlen, die schnell veralten. „Über 200 Mitarbeitende" steht zwei Jahre später falsch im Film, und dann ist der ganze Film angreifbar. Wenn eine Zahl unbedingt rein soll, dann eine, die stabil bleibt. Bei allem, was sich jährlich ändert, überlegt lieber zweimal.
Die drei Fragen, die ein Erstgespräch bei uns kurz machen:
Wen wollt ihr erreichen? Auszubildende, Fachkräfte und Führungskräfte brauchen unterschiedliche Filme. Ein Film für alle wird ein Film für niemanden.
Wo läuft der Film? Karriereseite, Stellenanzeige, Instagram, Messebildschirm. Jeder Ort hat eigene Anforderungen an Länge und Format.
Wer darf mitmachen? Klärt intern, wer vor die Kamera darf und will, bevor wir kommen. Am Drehtag jemanden zu überreden, kostet Zeit und sieht man dem Ergebnis an.
Ab 4.500 Euro, die meisten Projekte liegen zwischen 6.000 und 12.000 Euro. Darin enthalten sind ein Drehtag bei euch vor Ort, der fertige Hauptfilm und mehrere Kurzfassungen für Social Media samt Untertiteln.
Der Hauptfilm 90 bis 120 Sekunden. Für Stellenanzeigen und Social Media zusätzlich Fassungen von 15 bis 30 Sekunden. Alles über zwei Minuten wird nur noch von Leuten zu Ende geschaut, die sich ohnehin bewerben.
Der Dreh ist meist nach einem Tag erledigt. Wie lange Konzept und Postproduktion brauchen, hängt am Umfang. Wenn ihr einen festen Termin habt, etwa den Start einer Ausbildungskampagne, nennt ihn früh, dann planen wir rückwärts.
Ja, rechnet mit ein bis zwei Stunden pro Person. Das ist der Posten, den Unternehmen am häufigsten unterschätzen, und der einzige, den ihr nicht bei uns einkaufen könnt.
Ja. Jede Person vor der Kamera unterschreibt eine Einwilligung zur Nutzung ihrer Aufnahmen. Wir bringen die Formulare mit.
Wenn ihr eine Zahl für euer Vorhaben wollt, geht das am schnellsten über unser Anfrage-Formular. Nach dem ersten Gespräch nennen wir in der Regel eine Spanne, lange bevor ein Angebot geschrieben ist.
Verwandte Beiträge: Was kostet eine Filmproduktion? und Was einen guten Imagefilm ausmacht. Fertige Arbeiten findet ihr unter Imagefilm und Social Media.
Ein Imagefilm ist kein Werbespot und keine Firmenpräsentation. Er beantwortet eine einzige Frage: warum jemand mit euch arbeiten sollte und nicht mit den anderen. Alles, was diese Frage nicht beantwortet, gehört nicht hinein.
Fast jedes erste Briefing enthält eine Liste. Die Geschichte des Unternehmens, alle Standorte, alle Produkte, die Auszeichnungen, der Nachhaltigkeitsbericht, das Team. Am Ende steht ein Film, der drei Minuten lang niemanden meint.
Ein Imagefilm hält genau eine Aussage. Der Rest steht auf eurer Website und ist dort auch besser aufgehoben. Diese eine Aussage zu finden, ist der schwierigste und wichtigste Teil der Arbeit, und er passiert vor dem Dreh.
Bevor wir über Bildsprache reden, wollen wir wissen, wem der Film begegnen soll. Einer Kundin kurz vor der Entscheidung. Einem Bewerber, der eure Stellenanzeige gelesen hat. Einem Investor. Einem Einkäufer, der drei Angebote vergleicht.
Aus dieser einen Antwort ergibt sich alles Weitere: die Länge, der Ton, wer spricht, ob überhaupt jemand spricht. Ein Film für Bewerber sieht anders aus als einer für Einkäufer, und ein Film, der beides gleichzeitig versucht, erreicht keinen von beiden.
Es gibt in einem Imagefilm kaum etwas Stärkeres als jemanden, der über seine eigene Arbeit spricht. Kein Schauspieler bringt diese Selbstverständlichkeit mit, weil sie aus Erfahrung kommt und nicht aus Text.
Der übliche Einwand lautet: unsere Leute können das nicht. Können sie doch. Sie brauchen nur eine Situation, in der sie nicht aufsagen, sondern erzählen. Das herzustellen ist unsere Aufgabe, nicht ihre. Wer noch nie gedreht hat, vergisst die Kamera nach etwa zehn Minuten.
Drei Dinge, die einen Film schneller altern lassen als alles andere.
Zahlen im Bild. Mitarbeiterzahlen, Umsätze und Standortzahlen ändern sich. Was heute beeindruckt, ist in zwei Jahren eine Korrektur, die niemand macht. Wenn eine Zahl unbedingt in den Film soll, dann eine, die stabil bleibt. Bei allem, was sich jährlich verschiebt, überlegt lieber zweimal, ob es nicht besser in die Beschreibung gehört.
Aktuelle Trends in Schnitt und Grafik. Was gerade überall zu sehen ist, wirkt in drei Jahren datiert. Ruhige Bildsprache hält länger.
Menschen, die nicht mehr da sind. Lässt sich nicht ganz vermeiden, aber wer den Film um eine einzelne Person baut, hat ein Problem, wenn sie geht.
Das entscheidet der Ort, an dem er läuft, nicht die Menge an Inhalt. Auf der Startseite trägt selten etwas über zwei Minuten. Im Messeloop darf es deutlich kürzer sein, dort schaut niemand von Anfang an. Für den internen Einsatz, etwa im Bewerbungsgespräch, kann er länger sein.
Wir legen die Länge im Konzept fest, nicht im Schnitt. Ein Film, der erst am Ende gekürzt wird, verliert dabei meistens genau die Stellen, für die er gedreht wurde.
Wenn ohnehin gedreht wird, kostet die zusätzliche Kurzfassung fürs Hochformat fast nichts. Plant sie von Anfang an mit ein: die lange Fassung für die Website, eine kurze fürs Vorstellungsgespräch, Hochformat für Social, und wenn es passt eine Fassung ohne Sprache für Messe und Empfang.
Wie so ein Projekt bei uns abläuft und was es kostet, steht auf der Seite zum Imagefilm und im Beitrag Was kostet eine Filmproduktion.
Auf der Startseite selten über zwei Minuten, im Messeloop kürzer, intern auch länger. Der Ort entscheidet, nicht die Menge an Inhalt.
Müssen nicht, lohnt sich aber fast immer. Wenn niemand möchte, arbeiten wir mit Sprecherstimme, Beobachtung und Bildern aus dem Betrieb. Das funktioniert, kostet aber ein Stück Nähe.
Wenn er ohne Jahreszahlen und ohne Trendoptik gebaut ist, hält er mehrere Jahre. Was schneller veraltet, sind die Kurzfassungen für Social Media.
Der Aufwand ist vergleichbar, die Erzählung nicht. Der Imagefilm richtet sich an Kunden und Partner, der Recruitingfilm an Menschen, die überlegen, bei euch zu arbeiten.